Giovanni Fanelli: Rome. Porträt einer Stadt

romAllein diesen tollen Bildband in den Händen zu halten, macht Freude.  Ich war noch nie in Rom. Trotzdem kommt es mir jetzt so vor. Die Fotos von Leben und Treiben in dieser alten und so lebendigen Stadt haben sich mir ins Gedächtnis geschrieben. Wahrscheinlich werde ich später, wenn ich ganz alt und vergesslich bin, meinen Enkeln erzählen, dass ich dort war. Und wenn sie mir nicht glauben wollen, werde ich auch noch Einzelheiten erzählen. Zum Beispiel wie Clint Eastwood mit dem Skateboard durch die Stadt gefahren ist. Upps. Das passt zeitlich nicht. So alt ich ja nun doch noch nicht.

Die Lust, Rom zu besuchen, ist mit diesem wunderschönen Band schnell geweckt. Wahrscheinlich kommt das auch daher, dass nicht Stillleben abgebildet ist, sondern die Fotos sehr natürlich rüberkommen. Genau so gut hätte das Buch auch „Die Römer“ heißen können. Wieder einmal ein Bildband aus dem Taschen-Verlagen, der mich absolut begeistert hat.

 

ISBN 978-3-8365-6271-3

Mehr Infos zum Buch gibt es auf der Homepage des TASCHEN-Verlages.

 

Inhalt:

Die Stadt, in der große Geschichte, großes Theater und große Schönheit überall mit Händen zu greifen sind. Wo barocke Pracht sich inmitten antiker Größe entfaltet, wo Hälse sich recken, um Michelangelos Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle zu bewundern, wo Fellini La Dolce Vitadrehte und wo Mussolini sich und der faschistischen Ideologie im EUR-Viertel ein megalomanes Denkmal setzte.

Dieses schwergewichtige fotografische Porträt von Rom versammelt Hunderte von Aufnahmen von 1840 bis heute, und präsentiert die Geschichte, die Kunst und die Schönheit dieser unvergleichlichen Hauptstadt der Kultur. Mit gut 500 Fotografien in Sepia, Schwarzweiß, und Farbe präsentiert der Band Arbeiten von Fotografen wie Giacomo Caneva, Pompeo Molins, Giuseppe Primoli, Alfred Eisenstaedt, Carlo Bavagnoli, Henri Cartier-Bresson, Pasquale De Antonis, Peter Lindbergh, Slim Aarons und William Klein, deren Aufnahmen die Ewige Stadt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten: als Mittelpunkt des Imperium Romanum, als Geburtsstätte der Renaissance, als Reiseziel der Jahrhunderte, als buntes Patchwork der römischen Stadtviertel, als Stadt des Papstes und Machtzentrale der katholischen Kirche, als politische Bühne Italiens und als perfekte Kulisse für Film und Modefotografie.

Aus dem Fundus traditionsreicher Bildarchive schöpfend, gewähren einige der hier abgedruckten historischen Aufnahmen einen einmaligen Blick in die Zeit der Grand Tour, zu deren bevorzugten Zielen und Motiven das Kolosseum, das Forum Romanum oder die Spanische Treppe gehörten (damals noch fast menschenleer). Aufnahmen aus späterer Zeit belegen die Vielgesichtigkeit Roms, von den Luxusvierteln der Reichen und den Orten des mondänen Zeitvertreibs bis zu den Straßenständen und Wäscheleinen in den Arbeitervierteln Trastevere und Testaccio. Dokumentarisches Material vermittelt einen Eindruck von der Unerbittlichkeit, mit der Mussolini und der Faschismusder italienischen Hauptstadt ihre Ideologie von Stärke, Körperkult und Nation aufprägten. Die aufkommende Farbfotografie zeigt, wie sich das Bild der Stadt vom Neorealismus der Nachkriegszeit zur Prosperität der Wirtschaftswunderjahre wandelte: elegante Mode, Berühmtheiten aus aller Welt, die Cafés der Via Veneto, deren Faszination Federico Fellini unsterblich gemacht hat. Größen aus Musik und Film, Literatur und Mode geben sich ein Stelldichein: Louis Armstrong, Elizabeth Taylor, Audrey Hepburn, Marcello Mastroianni, Sophia Loren, Pier Paolo Pasolini, Anna Magnani, Valentino.