Caroline Eriksson: Die Vermissten

Irre. Caroline Eriksson schreibt wirklich irre gut.

Die Autorin schreibt überwiegend aus Sicht ihrer Protagonistin. Und deren Geschichte fesselt einfach nur. Die Spannung war konstant da, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Auch wenn schon relativ früh klar ist, dass irgendwas mit Greta nicht stimmt, leidet man mit ihr, fühlt mit ihr. Und vor allem will man wissen, was wirklich passiert ist. Was vor allem mit Greta passiert ist.

Für mich kommen die Skandinavier zumeist ruhig und abgeklärt, freundlich und mit sich im Reinen rüber. Ihre dunkle Seite scheinen sie in ihren Krimis auszuleben. Und das dann aber richtig.

Stellenweise war mir ganz schön gruselig, teilweise eklig zumute. Ein echter Psycho-Thriller, den ich erst zur Seite legen konnte, als er ausgelesen war. Für denjenigen, der sich solche Gefühle gern mal zumutet und für echte Krimi- und Psychothriller-Fans genau das Richtige. Allerdings kann ich nur raten, den Roman nicht abends zu lesen. Mich hat er eine schlaflose Nacht gekostet.



ISBN 978-3-328-10378-3

Mehr Infos zum Buch gibt es auf der Homepage von RANDOMHOUSE.

Inhalt:

Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur. In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?