Hermann Hesse: Eine Stunde hinter Mitternacht

hesseOffen gestanden, hätte ich den Schriftsteller nicht erkannt, wenn der im Titel nicht groß angegeben wäre. Ich bin begeisterte Hesse-Leserin, mag seine Art zu schreiben grundsätzlich.

Dieses Buch steht für einen jungen Hermann Hesse. Schwärmerisch-märchenhaft-traumähnlich werden die Szenen in der Inhaltsangabe beschrieben. Seine späteren Text wirken auf mich auch sehr poetisch, aber viel reifer. Eine Reife, die ich sehr schätze.

Man muss also erst einmal wegkommen von seinen alten Vorstellungen. Dann ist es aber interessant die Entwicklung zu betrachten. Das Romantische an diesem Werk ist typisch für diese Zeit und auch Hesse hatte sich zunächst dran probiert. Welch ein Glück,  dass er einen Mann wie Diederichs getroffen hat. Oder besser gesagt, seine Braut, die fest an das Talent Hesses geglaubt hat und ihren Mann auch eben von dessen literarischem Können überzeugt hat.

Sehr interessant, einmal die Anfänge Hesses als Schriftsteller kennenzulernen.

Verlag: Diederichs

Mehr Infos zum Verlag gibt es auf der Homepage vonRANDOMHOUSE

 

Inhalt:

In Eugen Diederichs fand der junge Hermann Hesse Ende des 19. Jahrhunderts einen Verleger, der bereit war, sein erstes Buch zu veröffentlichen. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von neun kleinen Prosadichtungen, in denen er beeinflusst vom neuromantischen Trend schwärmerisch märchenhafte und traumähnliche Szenerien beschreibt.

Vor Erscheinen schrieb Diederichs an Hesse: „Also, wenn ich offen gesagt, wenig Glauben an den geschäftlichen Erfolg des Buches habe, so habe ich doch desto mehr Überzeugung von seinem literarischen Wert.“

Für den am Schriftsteller interessierten Leser ist dieses Büchlein ein Beispiel seines frühen Schaffens.