John le Carré: Federball

fedSchon von Beginn an baut John le Carré eine Spannung auf – das mag ich sehr und ich muss ich nicht erst seitenlang warten, dass etwas passiert. Nein, der Autor nicht umsonst zu den Bestseller-Autoren.  Ich habe gelesen, dass dieser Mann bereits 88 Jahre alt ist. Unglaublich! Unglaublich mit welcher Brillanz er es versteht zu schreiben, die vielen, spannenden Handlungsgänge aufrecht zu erhalten.

Bisher hatte ich noch keinen Spionage-Roman gelesen. Um so erstaunter war ich, wie sehr er mich doch gefesselt hat. Die Hintergründe im Roman sind hochaktuell, natürlich weiß jeder sofort, für welche Personen die Protagonisten stehen. Er hat die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Das Federball-Spiel als Spiegel für die politischen Verhältnisse in Europa – ein tolle Idee, die nur wenige so excellent umsetzen können.

Ein Buch für politisch Interessierte, die sich einfach nur mal gut und genußvoll unterhalten lassen möchten.

Spannend, unterhaltsam, intelligent – rundum empfehlenswert.

 

ISBN 978-3-550-20054-0

Mehr Infos zum Buch gibt es auf der Homepage der ULLSTEIN-Buchverlage

Inhalt:

Nat hat seine besten Jahre als Spion hinter sich. Gerade ist er nach London zu seiner Frau zurückgekehrt, da wird ihm ein letzter Auftrag erteilt, denn Moskau wird zunehmend zu einer Bedrohung. Zur Erholung spielt Nat Badminton, seit Neuestem gegen Ed, einen jungen Mann, der den Brexit hasst, Trump hasst, auch seine Arbeit in einer seelenlos gewordenen Medienagentur. Ausgerechnet Ed fordert Nat auch außerhalb des Spielfelds heraus und zwingt ihn, seine Haltung gegenüber dem eigenen Land in Frage zu stellen. Und eine Entscheidung zu treffen, die für alle Konsequenzen hat.