John Kaag: Das Bücherhaus

BücherhausLiebe zu Büchern und auch ein wenig Liebe zur Philosophie sollte derjenige schon mitbringen, der dieses Buch liest. Wenn das der Fall ist, wird einem dieses Buch begeistern können.

Ich wäre gern in der Rolle des jungen Professors gewesen und hätte die Bücher entdeckt. Eine Art, die für die einen staubig und trocken ist, für die anderen eine Offenbarung.

Kaag verwebt die eigenen persönlichen Geschichten mit den Büchern auf die er stößt. Er erzählt aus seinem eigenen Leben und bringt dem Leser große Schriftsteller näher. Bringt sie in Relation zu seinem eigenen Leben. Dieses Vergleichende ist das, was auch mich an Büchern interessiert. Am liebsten lese ich sie, wenn ich Parallelen zu meinem eigenen Leben entdeckte. Oder wenn der Inhalt ganz abstrakt ist oder nur in meinen Wunschvorstellungen vorkommt. Kaag gelingt dieses Verknüpfen sehr gut.

Ganz leicht war das Buch für mich nicht zu lesen. Wenn es zum Beispiel um Schriftsteller ging, die mir unbekannt sind. Eine gewisse, einschlägige philosophische Vorkenntnis sollte möglichst vorhanden sein. Es ist kein Buch, das mein „runterliest“. Man sollte schon Freude am Philosopieren mitbringen. Dann allerdings wird man das Buch sicherlich genießen.

Ein sehr schönes Buch für Philosphie- und Bücherfans.

 

ISBN: 978-3-442-71889-4

Mehr Infos zum Buch gibt es auf der Homepage von RANDOMHOUSE.

 

Inhalt:

Als der junge Philosophieprofessor John Kaag im Hinterland von New Hampshire die vergessene Bibliothek von William Ernest Hocking, einem der letzten großen amerikanischen Denker entdeckt, traut er seinen Augen kaum. Unter den halb verfallenen und vermoderten Bänden findet er zahlreiche Schätze: handgeschriebene Notizen von Walt Whitman, annotierte Bücher aus dem Besitz von Robert Frost, zahllose Briefe von Pearl S. Buck – und sogar dutzende Erstausgaben der Werke europäischer Geistesgrößen. Er beschließt, die Bücher zu restaurieren und begibt sich damit auf eine intellektuelle Reise durch die Geistesgeschichte Amerikas und seiner europäischen Grundlagen. Bald schon merkt er, dass die großen, lebensbejahenden Ideen in diesen Büchern auch ganz praktisch zu Werkzeugen für das Umkrempeln seines eigenen Lebens verwendet werden können. Ganz besonders, als sich ihm eine brillante Kollegin anschließt und ihm bei der Arbeit am Bücherhaus hilft…

Dieses faszinierende Buch beinhaltet sowohl eine profunde Ideengeschichte Nordamerikas, als auch die mitreißende wahre Geschichte hinter der Entdeckung einer verschollenen Bibliothek. Eine bestens lesbare Autobiografie, die sich um die großen Fragen des Lebens dreht: Liebe, Freiheit, und welche Rolle das Denken spielen kann, wenn man sich selbst neu erfinden möchte.

Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume

wohllebenDieses Buch hat ein echtes AHA-Erlebnis in mir ausgelöst. Ich möchte es in meinem Buchregal nicht mehr missen.

Als Förster hat Peter Wohlleben jahrzehntelang Erfahrung im Wald gesammelt. Hat beobachtet, Zusammenhänge gesehen und erfahren. Von all diesen Dingen berichtet er in seinem Buch.

Sehr viele Menschen beobachten die Bäume ebenfalls, das tut unserer Seele gut. Und auch ich habe mich schon die ein und andere Frage gestellt. Warum z. B. gedeihen drei Bäume an einem Standplatz sehr gut, ein anderer geht aber ein. Das ist vor einiger Zeit noch vor meiner Haustür passiert. Jetzt habe ich endlich den Grund erfahren, den ich aber noch verraten möchte. Und auch das Beschneiden der Bäume, das natürlich auch oft von Forstmitarbeiter durchgeführt wird, hielt selbst Peter Wohlleben für angebracht – zumindest für lange Zeit.

Bäume sind mehr als seelenlose Dinge in der Welt. Ihr Stoffwechsel funktioniert so ganz anders als der unsrige, deshalb erschließt sich uns so manches nicht auf Anhieb. Sobald wir aber einen „Blick dahinter“ geworfen, bekommen wir einen völlig anderen Blick für die Bäume.

Ich habe von einigen Menschen gehört, dass ihnen dieses Buch „viel zu esoterisch“ ist. Das empfinde ich völlig anders. Wohlleben ist ein sehr guter Beobachter und Kenner des Waldes. Von Esoterik ist dieses Buch weit entfernt. (Obwohl natürlich gerade Esoteriker hier die Bestätigung für vieles finden können) Für das, was ich unbewusst im Zusammenhang mit Bäume oft nur so empfunden, liefert er eine Erklärung.

Vor einiger Zeit noch wurde in Wissenschaftssendungen „bewiesen“, dass Pflanzen keine Empfindungen besitzen. Die angeschlossenen Messgeräte zeigten keinerlei Ausschlag. Jahre später hatte man andere Messgerät und – upps – plötzlich erkannte man, dass Pflanzen – auf ihre Art – durchaus Gefühle. Wie ignorant ist doch manchmal der Mensch.

Dieses Buch ist geschrieben für Menschen, die Bäume lieben. Die mit offenen Augen und Herzen durch die Natur gehen. Die endlich erkennen, dass Pflanzen ein Empfinden haben. Und die ahnen, dass Bäume uns noch viel mehr verraten können, wenn wir nur ihre Sprache verstehen lernen.

Ein ganz wunderbares Geschenk, dass uns der Förster Peter Wohlleben mit diesem Buch gemacht hat. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

ISBN 978-3-453-28067-0

 

Mehr Infos zum Buch gibt es auf der Homepage von RANDOMHOUSE.

 

Inhalt;

Im Wald geschehen die erstaunlichsten Dinge: Bäume tauschen Botschaften aus. Sie umsorgen nicht nur liebevoll ihren Nachwuchs, sondern pflegen auch alte und kranke Nachbarn. Bäume haben ein Gedächtnis, empfinden Schmerzen und bekommen sogar Sonnenbrand und Falten. Peter Wohlleben, Deutschlands bekanntester Förster, zeigt uns den Wald von einer völlig neuen Seite: In faszinierenden Geschichten über die ungeahnten Fähigkeiten der Bäume berücksichtigt er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso wie seine eigenen Erfahrungen. Ein informatives und unterhaltsames Buch über Bäume und Wälder, das uns das Staunen über die Wunder der Natur lehrt.